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Fehlerkultur in Unternehmen

Eine ausgeprägte Fehlerkultur kann ein erfolgreiches von einem scheiternden Unternehmen unterscheiden. Mit einer Fehlerkultur ist natürlich nicht gemeint, daß ausgiebig Fehler gemacht werden, sondern daß mit Fehlern konstruktiv umgegangen wird. Gerne wird in diesem Zusammenhang auch vom „lernenden Unternehmen“ gesprochen. Damit wird zum Ausdruck gebracht, daß Fehler offen zur Sprache kommen und aufgeschlossen analysiert werden. Wenn nämlich Fehler krampfhaft vermieden werden sollen, neigen Mitarbeiter dazu, ihre eigenen Fehler zu verheimlichen. Fehler werden auf diese Weise verschleppt und immer wieder begangen. Das Unternehmensmanagement sollte deshalb Wert darauf legen, eine gesunde Fehlerkultur in ihrem Betrieb zu etablieren.
 

Um, Oops? © by thievingjoker



Viele innovative und erfolgreiche Produkte sind aus Fehlern entstanden. Dennoch denken Manager häufig nur oberflächlich über Fehler nach und versuchen hauptsächlich herauszufinden, wie solche Fehler in Zukunft zu vermeiden sind. Der Fehler wird lediglich strukturell analysiert, um Anweisungen zu geben, mit denen eine Wiederholung verhindert werden soll. Deutlich fruchtbarer kann es hingegen sein, den Fehler als Lernchance zu betrachten. Es wird also nicht nach einem Schuldigen gesucht oder nach einem systemischen Mangel. Vielmehr sollte sich der Manager die Frage stellen, ob der Fehler „wertvoll“ war. Zu entscheiden, ob ein Fehler gut oder schlecht ist, gehört zu jeder gesunden Fehlerkultur eines Unternehmens.

Während in den meisten Unternehmen die Sitte vorherrscht, Fehler zu tadeln, wäre der richtige Ansatz, Fehler zu diskutieren. Auf diese Weise könne alle daraus lernen. Womöglich entstehen auch neue Ideen aus den Fehlern. Wenn hingegen getadelt wird, werden sich in einem Unternehmen Fehler festsetzen, da niemand willens ist, auf sie hinzuweisen. Eine gesunde Fehlerkultur kennt daher nur den konstruktiven Mißerfolg.

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